Kostenschock: Bild deckt auf, was Autos wirklich kosten

Naja, eigentlich war’s ja der ADAC, aber auch egal. Die Bild hat jedenfalls eine große Schlagzeile draus gemacht und auf die Startseite gesetzt.
Nach zweimal Klicken (daher kommen die hohen Zahlen, mit denen Bild Anzeigen verkauft) sehe ich einen Bericht, der all denen, die nur 99 EURO in der Fernsehwerbung zeigt, dass ein eigenes Auto echtes Geld kostet.
Der ADAC nennt freundlicherweise die Kosten, die dazu gehören:
- GRUNDPREIS (Kaufpreis)
- WERTVERLUST, den Ihr neues Auto schon vom ersten Tag an erleidet. (Neupreis abzüglich Restwert nach vier Jahren)
- BETRIEBSKOSTEN für Benzin (veranschlagt mit rd. 1,30 Euro/Liter Super, 1,15 Euro Diesel), Motoröl, Wagenpflege (250 Euro/Jahr)
- FIXKOSTEN: Das sind Ausgaben, die regelmäßig anfallen, gleichgültig, ob das Auto steht oder fährt (u. a. Kfz-Steuer, Haftpflichtversicherung, Vollkasko mit je 50 % Beitragssatz)
- WERKSTATTKOSTEN (Reparaturen, Bremsen, Reifenwechsel).
Daraus errechnet der ADAC die tatsächlichen Unterhaltskosten pro Monat und pro gefahrenen Kilometer. Alle Ergebnisse kann der Leser dann als PDF auf den Rechner laden, und zwar unter diesem Link.
Das schockierende Ergebnis: Ein Smart Cabrio kostet 29,5 Cent pro Kilometer (369 €/Monat) und selbst beim kleinsten Golf wird man 35,2 Cent pro Kilometer los (440 €/Monat), wenn man im Jahr 15.000 Kilometer fährt.
Ich finde das nicht überraschend – aber bedenkenswert. Und vielleicht bringt das die Autofahrer unter den Bild-Lesern mal dazu, darüber nachzudenken, dass das Auto keine evolutionsbedingte Erweiterung des menschlichen Körpers ist.
So, und wo jetzt schon mal geklärt wäre, wie viel Geld ich für ein eigenes Auto ausgeben muss, könnte die große Volkszeitung doch mal ein paar Auswege aus dem Kostenwahn nennen, zum Beispiel
- CarSharing: Hier zahle ich für das Auto nur, wenn ich es nutze (ein Kilometer mit dem Fiesta 31 Cent plus 1,90 € die Stunde)
- *Öffentliche Verkehrsmittel:* Auch nicht schlecht. Ich lasse mich fahren und kann die Zeit nutzen um zu Lesen oder sonstigen Beschäftigungen nachgehen.
- Taxi: Damit kann schnell zu einem Termin in der Stadt fahren, ohne mich um Wegbeschreibungen oder einen Parkplatz kümmern zu müssen.
- Fahrrad: Es geht tatsächlich. Mit dem Fahrrad erreicht man schnell und mit nicht zu großer Anstrengung viele Ziele in der Umgebung.
Das wäre doch mal einen Beitrag in der Bild wert.











